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Scheibentönung

Wie lange dauert eine professionelle Scheibentönung?

Die Folie ist an einem Tag drin. Bis sie vollständig ausgehärtet ist, vergehen deutlich mehr Tage – und in dieser Zeit gibt es eine Regel, an der sich entscheidet, ob das Ergebnis hält.

3 Minuten Lesezeit

Bei einer Scheibentönung gibt es zwei Zeiten, die man auseinanderhalten muss: die Zeit, die das Fahrzeug in der Werkstatt steht, und die Zeit, bis die Folie endgültig sitzt. Die zweite ist die längere – und die, die im Alltag zählt.

Die Arbeit selbst

Getönt wird von innen. Der Ablauf ist bei jedem Fahrzeug im Kern derselbe:

  1. Reinigung. Der aufwendigste und unterschätzte Schritt. Jedes Staubkorn zwischen Glas und Folie bleibt sichtbar, für die gesamte Lebensdauer. Gereinigt wird die Scheibeninnenseite bis in die Dichtungsfalze.
  2. Zuschnitt. Die Folie wird auf die Scheibenform gebracht – bei gewölbten Heckscheiben mit Wärme vorgeformt, damit sie sich später spannungsfrei anlegt.
  3. Aufbringen. Nass, mit einer Gleitlösung, damit die Folie ausgerichtet werden kann.
  4. Ausrakeln. Die Gleitlösung wird von der Mitte nach außen herausgearbeitet. Was hier zurückbleibt, ist später eine Blase.
  5. Kanten und Kontrolle.

Wie lange das dauert, hängt vom Fahrzeug ab: Wie viele Scheiben, wie stark gewölbt, wie zugänglich. Eine große, stark gewölbte Heckscheibe ist ein anderer Aufwand als vier flache Seitenscheiben. Ihre Werkstatt nennt Ihnen den Zeitrahmen für Ihr Fahrzeug – ein Fahrzeug, das morgens kommt, ist in der Regel am selben Tag fertig.

Warum die Fenster geschlossen bleiben müssen

Das ist die eine Regel, die über das Ergebnis entscheidet.

Nach dem Ausrakeln bleibt zwischen Glas und Folie ein hauchdünner Film der Gleitlösung zurück. Er verdunstet über Tage durch die Folie hindurch. Solange er da ist, klebt die Folie noch nicht vollflächig – sie liegt an.

Wer in dieser Zeit ein Fenster herunterlässt, zieht die Folie an der Oberkante durch die Dichtung. Sie schiebt sich zurück, wirft eine Falte oder löst sich an der Kante ab. Rückgängig machen lässt sich das nicht; die Folie muss dann herunter und neu aufgebracht werden.

Wie lange die Fenster geschlossen bleiben müssen, sagt Ihnen die Werkstatt. Der Wert hängt von Folie, Temperatur und Luftfeuchtigkeit ab – im Winter deutlich länger als im Sommer. Halten Sie sich daran, auch wenn nichts mehr feucht aussieht.

Die trübe Phase danach

In den ersten Tagen wirkt die Tönung oft milchig, fleckig oder leicht wolkig. Manchmal sind kleine Wasserbläschen zu sehen.

Das ist normal und kein Mangel. Es ist die verbliebene Feuchtigkeit, die noch nicht entwichen ist. Sie verschwindet von selbst, sobald die Folie durchgetrocknet ist – bei Wärme schneller, bei Kälte langsamer.

Wer im November tönen lässt und das Fahrzeug draußen stehen hat, sollte sich nicht wundern, wenn es länger dauert als beim Nachbarn im Juli. Wer den Wagen in dieser Zeit gelegentlich in der Sonne stehen lässt, beschleunigt es.

Beurteilen sollte man das Ergebnis erst, wenn die Werkstatt die Aushärtung als abgeschlossen bezeichnet. Vorher sieht man nicht die Folie, sondern das Wasser darunter.

Die erste Woche

  • Fenster geschlossen lassen, so lange wie angegeben.
  • Nicht an den Kanten zupfen. Auch nicht, um zu prüfen, ob sie hält.
  • Keine Scheibenreiniger an die folierte Innenseite. Ammoniakhaltige Mittel – die meisten klassischen Glasreiniger – greifen die Folie an. Später genügt ein weiches, feuchtes Tuch.
  • Nichts an die Scheiben lehnen. Kindersitze, Ladung, Sonnenschutzrollos: alles, was drückt, hinterlässt eine Delle.
  • Keine Saugnapfhalterungen auf der folierten Fläche.

Und dauerhaft

Eine sauber verarbeitete Qualitätsfolie hält viele Jahre. Was ihr zusetzt:

  • Scharfe Reiniger. Ammoniak ist der Hauptfeind.
  • Kratzende Gegenstände. Gurtschlösser, Hundekrallen, Eiskratzer an der Innenseite.
  • Billigfolie. Sie verfärbt sich ins Violette, weil die Farbpigmente unter UV-Strahlung ausbleichen, und löst sich an den Rändern.

Die Heckscheibenheizung bleibt nutzbar: Die Folie liegt über den Heizdrähten und behindert sie nicht. Beim Entfernen einer alten Folie ist dagegen Vorsicht geboten – die Drähte liegen frei auf dem Glas und reißen leicht mit ab. Auch das ist ein Grund, die Arbeit nicht selbst zu machen.

Für die Terminplanung

Rechnen Sie mit einem Werkstatttag für die Arbeit und mit einigen Tagen bis zur vollständigen Aushärtung, in denen die Fenster geschlossen bleiben. Wer im Sommer plant, hat es einfacher als im Winter.

Was wir übernehmen, steht auf der Leistungsseite zur Scheibentönung. Welche Scheiben rechtlich getönt werden dürfen, steht im Beitrag Welche Autoscheiben dürfen getönt werden?.

Termin: 02371 9407860 oder Anfrage stellen.

Themen:ablaufscheibentoenung

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